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Wie Du Deinen Selbstwert findest

Viele Menschen benutzen das Wort „Selbstwert“ fast jeden Tag, ohne wirklich zu wissen, was es tatsächlich bedeutet. Heute möchte ich, dass Du tiefer in das Thema eintauchst und dass auch Du Deinen Selbstwert erkennst und findest. 

Daher einfach mal eine Definition, was Selbstwert kurz und knapp bedeutet. Selbstwert bedeutet:  „Ich fühle mich wertvoll“.  Und jetzt überleg bitte mal, wann Du Dich überhaupt wertvoll fühlst. Gibt es bestimmte Situationen, in denen Du Dich wertvoll fühlst? Bevor Du weiterliest, nimm Dir bitte 1-2 Minuten Zeit, um Dir diese Frage zu beantworten.

 

 

Der größte Trugschluss unserer Gesellschaft

Die meisten Menschen fühlen sich wertvoll, wenn sie ein Erfolgserlebnis haben, wenn sie sich geliebt fühlen, wenn sie jemand anderem etwas Gutes tun, wenn sie Anerkennung und Lob erhalten und wenn sie das Gefühl haben wichtig zu sein, also einen Beitrag zu etwas beisteuern können. Erkennst Du Dich da vielleicht wieder?

Und genau hier liegt das Problem. Ist das wirklich Selbstwert? All diese Antworten, die ich gerade aufgelistet habe, haben rein gar nichts mit Selbstwert zutun. Sondern mit FREMDWert. Du machst so Deinen Wert von Anderen und von Deinem Außen abhängig. 

Das heißt, wenn ein Erfolg mal ausbleibt, wenn Dich Dein Partner morgen verlässt, wenn Dich Dein Chef nicht mehr lobt oder Dein Kollege Deine Arbeit ab heute nicht mehr wertschätzt, was passiert dann ganz automatisch bei Dir? Du fühlst Dich komplett WERTLOS und das was bei den meisten in solchen Momenten passiert, ist, dass sie in ein tiefes emotionales Loch fallen. 

Und schreib Dir diesen Satz jetzt bitte bitte bitte mal mit und schreib ihn Dir vor allem hinter die Löffel:

DU BIST NICHT DEINE LEISTUNG! 

DU BIST und das alleine reicht vollkommen aus, dass Du wertvoll bist und Dich wertvoll fühlen darfst. 

 

 

 

Wie es kam, dass wir Selbstwert falsch interpretierten

Ich möchte jetzt mal mit Dir zusammen ganz zum Anfang Deiner Geburt zurückgehen. Du wurdest von Deiner Mutter geboren und wurdest, das behaupte ich jetzt einfach mal, bedingungslos geliebt. In den ersten beiden Lebensjahren empfinden wir einen ganz natürlichen Selbstwert, das ist die erste und sollte auch eigentlich nur diese Stufe sein. Ob Du als kleines Kind pupst, die Windel vollknallst oder rülpst, Du schreibst Dir Deinen Selbstwert natürlich nicht ab. Alleine dadurch dass Du einfach nur da bist, bist Du wertvoll und liebenswert, und fühlst Dich auch genau so, egal was Du tust oder auch nicht tust. 

 

TUN-Selbstwertgefühl

Was aber im Laufe des Lebens passiert, ist, dass wir darauf getrimmt werden, durch die Erziehung, durch die Gesellschaft, durch die Schule, dass wir erst etwas wert sind oder dass wir erst wertvoll sind, noch besser gesagt, dass wir erst liebenswert sind, wenn wir etwas tun und wenn wir etwas leisten. Ganz großes Alarmglockenspiel. Doch genau da geht dieses natürliche Selbstwertgefühl verloren und Du kreierst Dir Dein TUN-Selbstwertgefühl. 

Also Du kreierst Dir Deine Überzeugung: Ich bin erst etwas wert, wenn ich etwas tue und wenn ich etwas leiste.

Der mit Abstand größte Anteil, weswegen Menschen eine Therapie in Anspruch nehmen und sich professionelle Hilfe suchen, hat seinen Ursprung in den ersten 8 Lebensjahren. In den ersten 8 Lebensjahren saugst Du alles wie einen Schwamm von Deinen Eltern auf, sowohl Positives als auch Negatives. Die ersten Jahre haben Deine jetzige Gegenwart geformt, durch Deine Glaubenssätze, durch Deine Überzeugungen über Dich und über die Welt und durch Deine Annahmen. 

Ein Therapeutenkollege sagte mal zu mir: Die Menschen brauchen im Durchschnitt 40 Jahre, um über die ersten 8 Lebensjahre hinweg zu kommen. Ist das nicht einfach nur Wahnsinn?

Hier mal ein ganz bekanntes Beispiel, was glaube ich jeder in seiner Kindheit gehört hat. Wenn Du bereits Mutter oder Vater bist, hast Du das vielleicht auch schon zu Deinem Kind gesagt. Pass auf: Wenn zwei Erwachsene sich unterhalten, hast Du ruhig zu sein. Doch was macht das mit dem Kind? Du suggerierst Deinem Kind oder Dir wurde als Kind suggeriert, weniger wert zu sein als die Erwachsenen. 

Natürlich haben Deine Eltern das nicht absichtlich gemacht und sie wollten Dir das auch nicht bewusst einimpfen, ich denke das ist Dir genauso klar, wie mir, aber genau das ist passiert in solchen Momenten.

 

Das HABEN-Selbstwertgefühl

Kommen wir zur nächsten Stufe auf der absteigenden Leiter des Selbstwertgefühls: Das HABEN-Selbstwertgefühl.

Schon in der Grundschule geht es darum, Dinge zu besitzen. Erst wenn ich das Handy besitze, bin ich etwas wert. Erst wenn ich die Dickies-Hose, den Eastpack-Rucksack oder die Buffalo-Schuhe hatte -Hallo an alle 90er Kinder 🙂 – erst dann war ich etwas wert. 

Und was ich immer wieder mitbekomme, ist, dass es heute noch viel extremer ist. Kinder hänseln und mobben sich schon in der Grundschule, wenn sie kein iPhone haben. Was wir Kindern, und ich meine jeden einzelnen Erwachsenen, was wir Kindern beibringen dürfen ist, dass sie wertvoll sind, einfach indem sie sind. Egal welche Noten sie nach Hause bringen, egal welches Handy sie haben, egal ob sie Pickel im Gesicht haben und egal welchen Beruf sie mal eines Tages ausüben wollen. Du kannst bei Deinem Kind, bei Deiner Nichte, bei Deinem Neffen, bei Deinem Patenkind, bei wem auch immer, den Unterschied machen. Du kannst es besser machen, als Deine Eltern es zum Beispiel damals wussten.

 

Das SEIN-Selbstwertgefühl

Was Du aber vor allem noch machen kannst, ist anzunehmen, dass auch DU wertvoll bist, indem Du einfach bist. Denn diese Form des Selbstwertgefühls ist die einzig wahre Form. DU. BIST. WERTVOLL. Komm von der Überzeugung: Ich tue etwas, dann erst bin ich etwas und dann habe ich etwas. Zu einer neuen Überzeugung: Ich bin etwas und weil ich etwas bin, tue ich es, und ganz nebenbei bekomme ich dann auch etwas. Das ist das wahre Selbstwertgefühl. DU. BIST. WERTVOLL.

 

 

In zwei Schritten zu Deinem persönlichen Selbstwert 

 

Schritt 1

Fang an Deinen Selbstwert nicht mehr weiter im Außen, sondern bei Dir selbst zu finden

 

Selbstwert fängt bei Dir an. Es geht darum, Deinen eigenen Wert zu erkennen. Du bist wertvoll weil du lebst. Du bist Leben und gibt es etwas wertvolleres als das Leben? 

Programmiere Dich auf bewusster und unterbewusster Ebene um, indem Du Dir jetzt in diesem Moment Dein Handy nimmst und Dir eine tägliche Erinnerung stellst mit dem Satz: Ich bin wertvoll. Ändere Dein Hintergrund mit dem Satz: Ich bin wertvoll. Klebe Dir einen Zettel an oder in Deinen Nachttisch mit dem Satz: Ich bin wertvoll. Und einen weiteren Zettel kannst Du an Deinen Spiegel, an Deine Haustür, oder ähnlichem kleben. Und immer wenn Du diesen Satz liest, fängst Du an, einen neuen positiven Glaubenssatz zu implementieren. Und je öfter Du diesen Satz liest und anfängst zu fühlen, desto tiefer setzt er sich in Deinem Unterbewusstsein fest.

 

 

Schritt 2

Triff ab sofort selbstwertstärkende Entscheidungen

 

Wenn Du zum Beispiel verabredet bist und eigentlich das Gefühl hast, Du möchtest heute was anderes machen oder Du möchtest heute Zeit alleine verbringen, dann sei es Dir selbst wert, Deinem Gefühl zu folgen und abzusagen.

Wenn Du etwas nicht möchtest in Deinem Leben, dann sage Nein. 

Wenn Du den Wunsch hast Dich selbstständig zu machen und gerade noch im Angestelltenverhältnis verweilst, dann sei es Dir selbst wert, diesen Weg Schritt für Schritt einzuschlagen.

Wenn Du aber auf der anderen Seite schon selbstständig bist und eine Dienstleistung anbietest, dann sei es Dir selbst wert, für Dein Angebot Geld anzunehmen. 

Wenn Du Dein Leben verändern möchtest, wenn Du Dein Mindset und Deine Persönlichkeit verändern möchtest, dann sei es Dir selbst wert, in Dich selbst zu investieren.

Die Liste könnte ich jetzt noch ewig und endlos so weiterführen. 

Wenn Du anfängst selbstwertstärkende Entscheidungen zu treffen ist es ein Liebesbeweis an Dich selbst. Nochmal: Selbstbestimmung fängt bei Dir an, Selbstwert fängt bei Dir an. Sei es Dir selbst wert, diese zwei Schritte für Dich und Dein Leben umzusetzen. 

 

Deine Melanie