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Krisen erfolgreich meistern

Eigentlich lief gerade alles so gut und plötzlich stimmt überhaupt nichts mehr. In aktuellen Zeiten wie der Corona-Pandemie steht unser bisheriges Leben Kopf. Nichts scheint wie es mal war. Die Herausforderung in einer Krise birgt viele Neuerungen und Veränderungen und vielleicht fragst Du Dich: Wie soll ich das nur alles meistern? Wie wird es weitergehen?

Doch Krisen können auch neben und außerhalb dieser aktuellen globalen Situation stattfinden. Ob dramatische Trennung, die unerwartete Kündigung, die extreme finanzielle Verschuldung oder ein schrecklicher Verlust in der Familie – solche Lebenskrisen kommen häufig völlig unerwartet und jeder kennt den Moment, in dem man das Gefühl hat, in ein unglaublich tiefes Loch zu fallen, aus dem man glaubt erstmal gar nicht entkommen zu können.

Ein Kontrollverlust trifft Menschen heutzutage besonders hart. Wir leben in einer Gesellschaft, in der alles optimierbar und kontrollierbar scheint. Fitnesstracker, Kalorienzähler und Checklisten erzeugen die Illusion, du hättest jeden Aspekt deines Lebens unter Kontrolle. Doch das ist ein gefährlicher Irrtum. Dass das Leben selbst aber gar nicht planbar ist, merkst du dann in Krisensituationen – und wirst dadurch natürlich erstmal ganz schön aus der Bahn geworfen.

 

 

die 7 Phasen einer krise 

Krisen sind tatsächlich eher ein Normalfall als eine Ausnahme. Sie sind Teil des Lebens und wollen von Dir gestaltet werden. Der Ursprung des Wortes Krise stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie “entscheidender Wendepunkt oder Veränderung”. Es ist wichtig sich bewusst zu machen, dass eine Krise in erste Linie eine Veränderung ist, die trotz des gefühlten Schmerzes immer noch selber gestaltet werden kann. 

Eine Lebenskrise läuft in der Regel in sieben aufeinanderfolgende Phasen ab. Und genau diese verschiedenen Stufen möchte ich Dir heute nahelegen. 

 

Die 1. Stufe: Der Schock

Am Anfang einer Krise oder einer einschneidenden Veränderung steht der Schock. Ganz wichtig in dieser Stufe: Umgib Dich mit Menschen die Dir Halt geben und Dich auffangen. In Zeiten des Social Distancing halte online via Telefon, FaceTime oder Zoom Kontakt mit Ihnen. Es ist wirklich wichtig, dass Du Dir die Zeit gibst den Schock zu verarbeiten.

 

Die 2. Stufe: die Verneinung

Wir wollen nicht wahrhaben, was gerade passiert ist und wehren uns innerlich ganz extrem gegen die Veränderung. Gedanken wie „Das kann nicht wahr sein!“ „Das muss ein Irrtum sein!“ „Ich will aus diesem Albtraum aufwachen!“ sind in dieser Phase typisch.

 

Die 3. Stufe: Die rationale Einsicht

Nach einiger Zeit beginnt man der Wahrheit ins Auge zu sehen und die Veränderung zu akzeptieren. Akzeptanz ist in einem Veränderungsprozess ein ganz entscheidender Schritt. Akzeptieren bedeutet nicht gut zu finden, was passiert ist oder es zu beschönigen. Es bedeutet, es zuzulassen. Es bedeutet sich nicht länger dagegen zu wehren und der Erfahrung zuzustimmen. Die Zustimmung ermöglicht einen neuen Standpunkt einnehmen zu können und Abstand zu gewinnen.

 

Die 4. Stufe: die Emotionale Akzeptanz

Diese Phase lässt uns durch einen emotionalen Prozess gehen, der einer inneren Reinigung gleichzusetzen ist. Auch wenn man diese Phase vielleicht am liebsten überspringen würde, da sie einen durch den Schmerz gehen lässt, hilft die emotionale Verarbeitung die Krise abzuschließen. Es ist ganz normal, wenn es einem in dieser Phase nicht gut geht, man viel Ruhe braucht und sich zurückziehen möchte. Emotional zu akzeptieren, dass man sich nach einem Schicksalsschlag einer neuen Realität stellen muss ist ein wichtiger Schritt, um wieder in die eigene Kraft zu finden. Auch wenn diese Phase sehr schmerzhaft sein kann und emotional anstrengend ist, ist es wichtig diese Phase nicht zu überspringen und sich Zeit zu nehmen das Erlebte zu verarbeiten. Sich daran zu erinnern, wie man schon andere schwierige Situationen gemeistert hat und was damals die Strategie gewesen ist, um wieder auf die Beine zu kommen, kann Wunder bewirken. Wir besitzen alle ein riesiges Portfolio an Stärken und Ressourcen, die genau hier eingesetzt werden können und uns helfen, auch diese Phase zu meistern.

 

Die 5. Stufe: Das Ausprobieren

Hat man es geschafft, den Tatsachen ins Auge zu sehen, sich emotional davon zu erholen und neue Kraft zu sammeln, ist es Zeit sich neu auszurichten. Zu Beginn vielleicht erst in kleinen Schritten, aber was zählt, ist, überhaupt wieder neue Wege in Betracht zu ziehen, loszugehen und optimistisch in die Zukunft zu blicken.

 

Die 6. Stufe: Die Erkenntnis

Nach den ersten neuen Erfahrungen und mit einem gewissen zeitlichem Abstand zur Krise gibt es nun Raum für das Gewinnen von Erkenntnissen und für Reflektion. Wir sind bereit das Positive an der Krise zu erkennen und können uns fragen:

„Was habe ich aus der Krise gelernt?”

„Was habe ich über mich gelernt?“

„Welche neuen Stärken habe ich entwickelt?“

„Wofür war die Krise wichtig?“

 

Die 7. Stufe: Die Integration

Die letzte Phase beinhaltet die Integration der gewonnenen Erkenntnisse und der neugewonnenen Stärken. Wir erkennen, dass jeder Schicksalsschlag, jede Krise und jeder Verlust – so schmerzlich er auch ist – einen Prozess in sich birgt, der uns die Möglichkeit gibt, gereift aus dem Erlebten hervorgehen.

 

 

 

Resilienz als treuer Begleiter

Ein ganz mächtiges Wort innerhalb einer Lebenskrise ist Resilienz. Es gibt Menschen, die sich um einiges schneller von Schicksalsschlägen und Krisen erholen können. Sie besitzen eine Art starkes, emotionales Immunsystem oder eine Form der inneren Widerstandskraft, die es ihnen ermöglicht, schnell in ihre Kraft zurückzukehren und die Situation aktiv zu gestalten. Diese Eigenschaft nennt sich Resilienz und beschreibt die Fähigkeit, sich schnell von erschütternden Erfahrungen zu erholen. Die Frage ist: Was können wir also von resilienten Menschen lernen?

 

1. learning: Schwierigen Erfahrungen zuzustimmen 

Umso schneller Du der Situation zustimmst und sie akzeptierst, umso schneller kannst Du das Ruder wieder in Hand nehmen. In dem Moment, in dem Du Verantwortung für Dein eigenes Leben und Wohlbefinden übernimmst, trittst bewusst aus der Opferhaltung heraus und nimmst Dein eigenes Schicksal wieder selbst in die Hand.

 

2. learning: Eine positive Grundeinstellung einnehmen

Eine positive Einstellung dem Leben gegenüber zu haben, hilft schwierige Umstände aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Damit ist nicht gemeint sich Dinge schön zu reden. Eine positive Einstellung dem Leben gegenüber ist die Fähigkeit auch aus schwierigen Umständen eine wertvolle Erfahrung zu machen und weiterhin eine optimistische Grundhaltung zu bewahren.

 

3. learning: An die eigenen Fähigkeiten glauben

Resiliente Menschen zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie auch in Krisen an ihre eignen Fähigkeiten und Ressourcen glauben und ein starkes Selbstwertgefühl haben. Sie beziehen Misserfolge nicht auf sich, sondern suchen nach neuen Lösungen und sehen die Krise als Herausforderung, die gemeistert werden will.

 

4. learning: Eine Beobachterposition einnehmen

In einer akuten Krise entwickeln wir einen Tunnelblick. Das ist völlig menschlich und normal, aber es ist wichtig, das zu wissen. Denn dieser Tunnelblick stellt lediglich einen Ausschnitt der Realität dar und führt dazu, dass Du diesen Ausschnitt als die ultimative Wahrheit annimmst. Damit wird alles Gegenwärtige viel stärker gewichtet und das Vergangene beiseite geschoben. Doch es ist nur ein kleiner Ausschnitt des großen Ganzen. 

 

5. learning: Sprich darüber und lass Dir helfen

Manche Menschen sind zu stolz oder schämen sich, Hilfe von anderen anzunehmen und erst recht, andere um Hilfe zu bitten. Das Eingeständnis, selbst an seine Grenzen gekommen zu sein, wird als Versagen empfunden. Dabei zeugt es von Selbsterkenntnis, seine eigenen Grenzen zu erkennen. Manchmal steigern wir Menschen uns so sehr in etwas hinein, das wir unsere Objektivität verlieren. Menschen, die Du ins Vertrauen ziehst, können Dich wieder auf den Boden der Tatsachen holen und vor allem Deinen Blick in eine andere Richtung lenken. Außerdem tut es Deiner Seele gut, Dich auszusprechen. 

 

 

Auch wenn eine Lebenskrise im ersten Moment unüberwindbar erscheint, können wir ihr dennoch viele positive Dinge abgewinnen. Schließlich merken wir gerade rückblickend immer wieder, dass wir viel stärker sind, als wir dachten. Die Lebenskrise wurde auf einmal gemeistert und das Leben ging trotzdem weiter. Auch wenn wir zuerst dachten, dass dieser Schmerz und diese Angst niemals aufhören. Hinzugekommen ist eine Portion Selbstvertrauen, dass wir gar nicht so hilflos sind wie wir anfangs gedacht haben.

 

Mein Geschenk an Dich

Du fühlst Dich emotional gerade von der globalen Corona-Krise überrollt und weißt nicht, wie Du mit der Situation und den daraus resultierenden Umständen umgehen sollst? Dann schenke ich Dir 15 Minuten meiner Zeit und wir können individuell auf Deine Situation eingehen. Buche ganz einfach online mein kostenloses Kennenlerngespräch mit dem Hinweis “Corona” und wir hören uns persönlich zum gebuchten Zeitpunkt. Ich freue mich auf Dich!

 

Deine Melanie